Energiecheck
Energieeffizienz und Energieeinsparung in landwirtschaftlichen Betrieben

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Das Projekt "LandSchafftEnergie" wurde mit dem Ziel, die Energiewende in Bayern voranzutreiben, im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Seitdem hat sich bayernweit ein Beraternetzwerk entwickelt, das Rede und Antwort in allen Bereichen der Energie steht.

Das Fachzentrum für Diversifizierung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen ist mit seinen Projektmitarbeitern für ganz Nordschwaben zuständig. Im Oktober 2014 konnte Matthias Lechner für das Projektteam gewonnen werden. Er beschäftigt sich vor allem mit dem Thema "Energiecheck - Energieeffizienz und Energieeinsparung in landwirtschaftlichen Betrieben".

Ziel des Energiechecks ist es, den Landwirt bei folgenden Fragestellungen zu beraten:

  • Wo liegt mein betrieblicher Energieverbrauch im Vergleich zu anderen Betrieben?
  • Was sind die Hauptverbraucher in meinem Betrieb?
  • Wie kann ich Strom/ Kraftstoff und Heizenergie einsparen?
  • Ist eine Photovoltaik-Anlage für den Landwirt wirtschaftlich?

Einsparpotenziale finden
Grundlage aller weiterführenden Schritte ist eine detaillierte IST-Analyse des Produktionsverfahrens. Hierfür ist ein Betriebsrundgang von 2 bis 3 Stunden geplant, um die Energieverbräuche der einzelnen Anlagen und Maschinen in den letzten Jahren zu dokumentieren. Daraus resultierend folgt eine Einordnung Ihres Energieverbrauchs im Vergleich zu bayernweit gleich ausgerichteten Betrieben. Dadurch ergibt sich ein erster Eindruck, welches Einsparpotenzial im gesamten Produktionsverfahren steckt.
Energiecheckdatenlogger
Grundlast und Stromspitzen ermitteln
Um die Hauptverbraucher im Stromsektor zu lokalisieren, wird sowohl der gesamtbetriebliche als auch der Stromverbrauch einzelner Maschinen über einen Zeitraum von rund einer Woche gemessen. Für derartige Zwecke steht dementsprechendes Messequipment zur Verfügung. Nach Auswertung der Daten ist zu erkennen, welche Grundlast der Betrieb hat, wie hoch die Stromspitzen sind und wann diese auftreten, gefolgt von der Zuordnung der Hauptverbraucher. Damit können gezielte Maßnahmen gegen dementsprechende "Stromfresser" ergriffen werden.
Gebäude eines landwirtschaftlichen Betriebs mit PV-Anlage
Photovoltaik-Anlagen wirtschaftlich optimal abstimmen
Ein weiteres Ziel ist, fossile Energieträger durch regenerative Energiequellen zu ersetzen. Im Bereich Strom ist es naheliegend, eine Photovoltaik (PV)-Anlage mit Eigenverbrauchsnutzung zu installieren. Ein speziell entwickeltes Berechnungstool und die gesamtbetriebliche Strommessung helfen, den Eigenverbrauch (= Anteil des direkt genutzten Stroms an der gesamten PV-Erzeugung) und die Autarkie (= Einsparung des Strombezugs aufgrund der PV-Anlage) unterschiedlichster PV-Anlagengrößen zu berechnen. Der Eigenverbrauch ist bei der aktuellen Einspeisevergütungen entscheidend für die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen - ihm gilt bei der Berechnung besonderes Augenmerk. In der Folge können PV-Anlagen optimal auf den Betrieb abgestimmt werden. Dies gilt für bestehende, vor allem aber für neu geplante PV-Anlagen.
Batteriespeicher
Eine weiterführende Überlegung geht hin zur Steigerung des Eigenverbrauchs mit einem Batteriespeicher. Die Wirtschaftlichkeit dieses Ansatzes kann ebenfalls mit entsprechenden Berechnungstools für den jeweiligen Betrieb geprüft werden.
Energiecheck ist kostenlos
Der Energiecheck ist ein kostenloses Beratungsangebot. Er setzt sich mit allen Bereichen des landwirtschaftlichen Energieverbrauchs auseinander. Die Ansatzpunkte gehen allerdings in den meisten Fällen in Richtung Stromverbrauch. Hier liegen in der Regel die größten Einsparpotentiale mit überschaubaren Investitionen. Sollte Ihr Interesse geweckt sein, die Energieverbräuche an Ihrem Hof zu analysieren, können Sie sich gern an folgende Adresse wenden.

Ansprechpartner

Fachzentrum für Diversifizierung
AELF Nördlingen
Oskar-Mayer-Straße 51, 86720 Nördlingen
Telefon: 09081 2106-60
Fax: 09081 2106-55
E-Mail: poststelle@aelf-nd.bayern.de