Polizei bittet um Mithilfe
Landwirtschaftliche Anwesen sichern

Schatten einer Person mit Taschenlampe an Bretterwand

© aruba2000 - Fotolia.com

Immer wieder sind Objekte in Alleinlage wie Feldscheunen Ziel für Einbruch, Vandalismus oder Brandstiftung. Gerade in jüngster Vergangenheit registrierte die Polizei in der Region einige Aufbrüche von Feldscheunen. Um den Tätern künftig ihr Handeln zu erschweren, gibt sie Tipps, was Sie selbst dazu beitragen können, um Ihr Eigentum besser zu schützen.

Aufgrund der oft speziellen örtlichen Gegebenheiten mag eine mechanische Absicherung für den Einzelnen nur schwer realisierbar erscheinen. Dennoch zeigt die Erfahrung der Polizei, dass Sicherungstechnik den Täter Zeit kostet und damit sein Entdeckungsrisiko steigt. Zeit, die jedoch gerade dazu wichtig ist, die Straftat noch im Vorfeld zu unterbinden bzw. den Täter auf frischer Tat zu ertappen.
Achten Sie auf Personen, die sich unberechtigt an Ihrem Objekt aufhalten. Notieren Sie Kennzeichen und Fahrzeugdaten. Wenn Sie etwas Ungewöhnliches an Ihrem Objekt feststellen, verständigen Sie umgehend die Polizei. Verändern Sie bis zum Eintreffen der Polizei nichts am Tatort um keine Spuren zu beseitigen.

Sie erreichen die örtlichen Polizeidienststellen unter den Rufnummern:

  • Polizeiinspektion Nördlingen 09081/ 29 56-0
  • Polizeiinspektion Donauwörth 0906/ 70 667-0
  • Polizeiinspektion Rain 09090/70 07-0
  • In dringenden Fällen natürlich über die Notrufnummer: 110

Sicherungsempfehlungen

Mechanischer Grundschutz

Auch landwirtschaftliche Scheunen sollten zumindest eine mechanische Grundsicherung (Barrieresicherung) aufweisen. Dazu gehört die Sicherung der Außentüren/-tore, der Fenster und sonstiger sicherheitsrelevanter Gebäudeöffnungen. Ein wirkungsvoller Einbruchschutz lässt sich oft noch im Nachhinein durch eine, manchmal auch einfache, mechanische Nachrüstung erzielen.

Beleuchtung

Licht erhöht das Entdeckungsrisiko und schreckt ab. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, Gebäude, und zwar selbst Gebäude in Alleinlage, ausreichend auszuleuchten. Die Schaltung der Beleuchtung kann automatisch erfolgen, z.B. über Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder. Im Einzelfall kann auch eine zusätzliche, lichtstarke, sogenannte Alarmbeleuchtung installiert werden. Beleuchtungskörper sollten gegen Beschädigung und Zerstörung gesichert sein

Einfriedung

Einfache Maschendrahtzäune oder Wildzäune stellen naturgemäß nahezu kein Hindernis dar, dennoch bilden sie natürlich eine juristische Grenze, weswegen auf eine Einfriedung grundsätzlich nicht verzichtet werden sollte.
Zäune in stabiler Ausführung, wenn möglich mit Demontageschutz, bieten entsprechenden Widerstand und können mit verschiedenen Überwachungstechniken kombiniert werden.

Freigeländeüberwachung

Unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten kann auch eine Freigeländeüberwachung durchaus ergänzend empfohlen werden. Hier seien beispielhaft Begriffe wie Tritt- oder Vibrationssensor, Laserscanner oder Infrarotlichtschranke genannt. Nur wenige Begriffe aus dem Bereich, die jedoch deutlich machen, dass man hier nicht auf Standardlösungen aus dem Baumarkt zurückgreifen, sondern die Projektierung und Installation einer Fachfirma anvertrauen sollte. Hier geht es vor allem um Alarmierung schon bevor ein Täter zum Objekt vordringen kann. Zuverlässigkeit und höchster Schutz gegen Falschalarme gehören daher zu den wichtigsten Forderungen beim Einsatz von Meldern gerade im Außenbereich.
Hierzu erhalten Sie gerne bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle einen Errichternachweis für Überfall- und Einbruchmeldeanlagen. Die hier aufgeführten Errichterunternehmen haben nachgewiesen, dass sie personell in der Lage sind, derartige Anlagen richtig zu projektieren, qualifizierte Technik einzusetzen und den einschlägigen Vorschriften entsprechend zu installieren. Die Unternehmen verfügen zudem über einen ständigen Wartungs- und Instandhaltungsdienst.
Da meist auch Risiken der Versicherungen betroffen sind, sollte diese rechtzeitig eingebunden werden, um auch deren Anforderungen zu berücksichtigen.

Sonstige Empfehlungen

  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Gebäude, achten Sie hierbei insbesondere auf die Einfriedung und alle Gebäudeöffnungen
  • Verschließen Sie Ein- und Ausgänge zuverlässig
  • Beobachten Sie verdächtige Personen genau und prägen Sie sich besondere Merkmale ein
  • Klären Sie bereits vor einem Ernstfall ab, wen Sie sofort zu rascher Hilfe holen können
  • Gehen Sie nicht persönlich gegen verdächtige Personen vor, sondern schalten Sie rechtzeitig die Polizei ein
  • Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung

Beratungsservice

Beratungsservice der Polizei

Wegen der unterschiedlichen Gegebenheiten können die hier gegebenen Empfehlungen und Tipps nur allgemein gehalten werden. Die Polizei unterstützt Sie in Ihren Maßnahmen zur Eigenvorsorge soweit als möglich. Gerne erhalten Sie dort auch Herstellerverzeichnisse über geprüfte und einbruchhemmende Produkte sowie die Nachweise des Bayerischen Landeskriminalamtes über die Errichterfirmen von Überfall- und Einbruchmeldeanlagen und von mechanischen Sicherungseinrichtungen. Diese Verzeichnisse können Sie auch online abrufen:

www.polizei.bayern.de (Rubrik "Schützen und Vorbeugen") Externer Link

Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich natürlich auch wenden an die:
Kriminalpolizei Dillingen
Beratungsstelle
Kasernplatz 6
89407 Dillingen
Tel.: 09071/56 - 370 oder - 371
Fax: 09071/56 - 340
E-Mail: pp-schw.dillingen.kpi@polizei.bayern.de